Aus dem Archiv der Familie Khuen-Hedervary Aufbewahrungsort : MOL = Ungarisches Landesarchiv 1.Die ursprüngliche Sammlung Das Archiv der Familie Khuen-Hedervary gliedert sich in drei Teile: 1. in den Fond der Familie Viczay 2. den der Familie Draskovich und 3. den der Familie Grassalkovitsch. Dem Bestand des Archivs wurden in der Feuersbrunst von 1956 beträchtliche Schäden zugefügt. & Die Familie Viczay stammte, so wie die Familien Kanizsai und Ostffy, aus dem Geschlecht der Osl. Ihren Namen erhielt sie von dem Ort Vicza im Komitat Sopron. 1645 wurde die Familie in den Rang der Barone, 1723 in den der Grafen erhoben. Viczay Janos heiratete 1651 Katalin Hedervary, die Tochter Istvan Hedervarys, des letzten männlichen Vertreters der Familie Hedervary. Durch sie fiel das im Komitat Györ liegende Schloss Hedervary an ihn und wurde der ständige Wohnort der Familie. Viczay Mihaly I. gab um die Mitte des 18. Jahrhunderts den Auftrag, das Schloss im barocken Stil umzubauen. Danach gründete er eine 15 000 Bände umfassende Bibliothek und eine Münzsammlung, deren Bestand mehrere 10 000 Stück umfasste. Diese Sammlung hat sein Sohn, Viczay Mihaly II., weiter ausgebaut und ließ diese von Wissenschaftlern, die zu den gelehrtesten europäischen Kreisen gehörten, katalogisieren. Diese Kataloge ließ er auch publizieren. Außerdem sammelte er auch Kunstgegenstände ( z.B. antike Vasen, Statuen und Gemmen usw. ) und Gemälde. Um das Schloss herum legte er einen berühmten englischen Garten an. Die Gemäldesammlung von Viczay Mihaly II., wurde 2 Jahre nach seinem Tod, im Jahre 1833 , in Bratislava öffentlich versteigert !! Nach dem frühen Tod seiner 2 Söhne blieb als Erbe seine Tochter Karolina , geb. am 10.10 1789 über, wodurch die Familie Hedervary mit der Familie der von Khuen ,( Antal II.,von Khuen ,) verbunden wurde. Viczay Mihaly II., hatte folgende Kinder: Mihaly, geb. 1777, verheiratet mit Elisabeth Dittmeyer von Russfelden ( Ruscove, Slowakei ) Todesdatum unbekannt. Ferenc, 1780 -1836, verh. Mit Gfn. Amalie Zichy de Vasonkeö Karolina 1789 -1839, verh. Mit Gf. Antal II., von Khuen Mihalys II.,Sohn Ferenc, hatte drei Kinder, die aber nicht in der direkten Nachfolge sind : Karoly geb. 1802, verh. mit Gfn. Maria von Khuen Adolf, geb. 1804 ? Heder 1807 – 1873 verh. Mit Gf. Alexandra Zichy de Vasonkeö Gyula Karoly 1854 anscheindend jung verstorbven. Antonia, geb. 1812 – 1903, verh. Mit Gf. Pal Esterhszy Unter den Kindern der Viczay Karolina Hedervary waren die bedeutensten, Sohn Carl Graf Khuen Hedervary, sowie sein jüngerer Bruder Antal Khuen. Von den Besitzungen und Papieren dieser Familien blieben nur weinige Reste übrig . Carl Craf Khuen war unter Kaiser Franz Josef 1870 bereits ungarischer Verteidigungsminister und von 1883 bis 1903 ungarischer Ministerpräsident und Ban von Kroatien. Die Familie Viczayak Zuerst war die Familie eine Baronen, dann, später eine Grafenfamilie. Die Nachwelt hat sie nicht wegen ihrer Besitzungen im Komitat Tolna in Erinnerung. (Aus dem Komitat Tolna und aus dem benachbarten Baranya wanderten im 19. Jahrhundert ungefähr 80 Loos nach Amerika aus !!) Sondern : Die alte Grafenfamilie Loos und später auch de Hedervary hat mit der Familie der Grafen Kanizsai und später Ostffy den selben Ursprung. Den Kopf des Stammbaumes bildet Osl, der im 13. Jahrhundert den Rang eines Ispan (Ministerpräsident ? ) innehatte. Von ihm stammt Beled 1216 -1236 Paharnokmester = Mundschenk, ein königliches, erbliches Hofamt. Dessen Sohn nennt sich Beled Vicai de Lozs - 1237 -1291 ) Die Oslfamilie gründet ungefähr 1237 in Csorna, Westungarn , das Familienkloster der Prämonstrartenser ( Augustinerorden ). Nach dem Mutterkloster Prämonte in Laon = Loon = Loos. Den noch früheren Ursprung dieser Osl Familie müssen wir wahrscheinlich in der fränkischen Familie der d` Òisy von d`Avesnes und Hainault, conde et de Leuze suchen. Der Erste dieser Familie, Fastre d` Òisy, war um ca 1050 Vogt von Tornay, der ersten Königsstadt der fränkischen Merowinger-Könige. Die Familie der d `Oisy gehörte der großen karolingischen Loos Familie an, der z.B auch die englische Königin Philippa von Loos, die Gattin Edwards III., angehörte. Der Familienname der Viczay de Lozs in Ungarn, stammt vom Dorf Vica, das im Bezirk Sopron liegt. Den Rang eines Barons bekam Viczay Adam im Jahre 1645. Sein Sohn Janos heiratete Katalin Hedervary, die mütterlicherseits von der Esterhaszy Familie abstammte. Janos bekam durch diese Heirat den Ort Hedervar in der Nähe von Györ. Außerdem gehörte zur Mitgift seiner Frau der Ort Ireg, südlich von Tolna in Südwestungarn, schon in der Nähe zu Mohacs. Graf Mihaly II., wurde am 26.7.1756 in Hedervar – Györ geboren und starb am 18.3. 1831. Hier wird nun irrtümlich geschrieben, dass seine Eltern Graf Job ( Jacob- Christian) und Esther Ebergenyi gewesen wären – das waren aber die Eltern seines Vaters, Viczay Mihaly I., den Job Christian starb bereits 1734 !!! So wird über Mihaly II., weiter erzählt : Er war ein gebildeter Mensch. Er beschäftigte sich gerne mit Archäologie, aber sein Lieblingsthema war die Numismatik ( Münzkunde ). Vorher studierte er auch Rechtswissenschaften und war eine zeitlang in staatlichen Angelegenheiten als Jurist tätig. Archäologie interessierte ihn aber viel mehr, und so wurde ihm sein Beruf als Jurist zu langweilig, und er zog sich auf Hedervar zurück, wo er seine schon ziemlich große, umfangreiche Münz – und Archäologiesammlung fleißig vergrößerte. Das Museum von Hedervar wurde die schönste Privatsammlung des Landes, welche auch ausländische Wissenschaftler besuchten. 1826 waren in dieser Sammlung bereits 11 433 griechische und 13 411 römische Geldstücke und Münzen vorhanden, von denen 1243 Stück Goldmünzen waren. Auch italienische Wissenschaftler schreiben über dieses Museum, so z.B Carolin von Mailand. Auch Sestini D. hat in drei Abhandlungen über dieses Museum geschrieben. Das Herrschaftsgut der Viczay – Familie in Ireg. Viczay Adam hat schon 1691 begonnen, Familien in das Dorf Ireg einzusiedeln, noch vor dem endgültigen Übereinkommen mit den Esterhaszys. Wir erinnern uns, seine Mutter Katalin Hedervary hatte Ireg von den Esterhaszys geerbt, nachdem ihre Mutter aus dieser Familie stammte. Ireg liegt südlich von Szehesfehervar ( Stuhlweisenburg ). Vor Stuhlweissenburg liegt der Ort Vapalota, welchen Titel Adam nach einer Schlacht gegen die Türken ( wo er hervorragend gekämpft hatte ) verliehen bekam: Adam von Vapalota . Die Siedlung ist fast rein ungarisch mit katholischer Mehrheit, aber es gibt auch einen bedeutenden Prozentsatz von Reformierten. Die sich ständig vergrößernde Siedlung erlangte 1787 den Rang eines Marktfleckens. Damals hatte es schon mehr als 1000 Einwohner. Mit Unterstützung der Familie Viczay wurde 1766 auch die Kirche erbaut. Das heutige Schloss wurde wahrscheinlich 182O im klassizistischen Stil erbaut. 1862 verkaufte die Familie Viczay ihren Gutsbesitz an die Familie Esterhaszy, welche diesen wiederum schnell weiter verkauft. Das Schloss wechselt von da an oft seinen Besitzer. So waren z.B. die Schossberger, die Familie Weiss Manfred und die Famlie Kornberger die Besitzer. Der häufige Besitzerwechsel verursachte den häufigen Umbau. Trotzdem behielt das Gebäude seinen klassizistischen Stil, obwohl an der Fassade Veränderungen in späteren Stilrichtungen erkennbar sind. Nach der Verstaatlichung 1945 wurde das Gebäude eine Schule und später ein Schülerheim. Die Hedervary – Familie. Kurze Geschichte. Sowohl Kazai als auch spätere Geschichtsschreiber vermuten, dass die von Deutschland stammenden Brüder Volfer ( Wolfger) und Hederich zur Zeit König Geza II., nach Ungarn eingewandert sind. Geza geb. 1130, gest. 1161 war das Enkelkind von König Almos von Ungarn und Ban von Kroatien und der deutschen Grafentochter Sophie von Loos. Schon Gezas I. Frau Sophia Loos war ebenso eine deutsche Grafentochter aus dem gleichen Grafengeschlecht. Die Brüder Wolger und Hederich entstammten ebenso einem deutschen Grafengeschlecht aus Hainburg, Deutschland, aus der Region Hanau bei Frankfurt am Main. Die Hanauer und Hainburger Grafen aus Deutschland entstammten einer Seitenlinie der Rieneker Loos Grafen, die mehr als 3 Jahrhunderte im Sinntal ( Spessart ) zwischen Fulda und Würzburg ihre Heimat hatten. Simon de Geza schreibt im Gesta Hungarorum 1282 : Wolfger und sein Bruder Hederich ( Heinrich) von Wildon, Styria oder Honnsburg , mit 40 Reitern gekommen, bauten ein Schloss aus Holz und eine Wohnstätte am Berg Kiscen. Ich nehme an Köszeg = Güns. Marcus de Kalt schreibt 1358: Dann kamen Wolfgerus mit seinen Bruder Hederich, welche von den Grafen von Hainburg , in Deutschland abstammten, mit einer schweren Kavallerie von 300 Reitern. 1157: Wolfger gründete ein Benediktiner-Kloster am Berg Kizsen und umgab es mit 10 Weingärten, 12 Hufen von Feldern und Weideland, 57 Leute wohnten in 24 Unterkünften. 1198 wird in Güssing, ungarisch Nemetjuvar, von Wolfger, eine germanische Festung, ein Novum Castrum errichtet. Es wird über die Hedevar weiter berichtet: Wolfer bekam den Berg Küzsin mit Umgebung, Heder das in der Umgebung von Györ liegende Dunaziget vom ungarischen König, als Geschenk.. Nach neuesten Forschungen siedelten sie sich zur Zeit des Herrschers Geza II. in unserer Heimat, Ungarn, an. Das beweist auch der Schenkungsbrief Volfers ( Wolfgers ) aus dem Jahre 115O in dem er auf den Berg Küszin zu Ehren der Jungfrau Maria ein Kloster einrichten ließ. Graf Heder, der Vorfahre der Familie Hedervary wurde 1146 Ispan (Ministerpräsident ? ), dann zwischen 1150 – 1157 war er der Hofrichter von Geza II., Später wurde er der Paladin von König Istvan III., Während dieser Zeit baute er wahrscheinlich die Burg Heder, welche im nordöstlichen Teil der heutigen Burg lag. Die Burg blieb jahrhunderte lang hindurch im Besitz der Familie Hedervary. Ihr Burgherr wird in einem Dokument von 1395 namentlich erwähnt: „ Burg des Magister Johannes, Sohn des Hederich von Hedehuara „ Später wurden Kis Peter und Cheylye Domokos, 1455 Fodor Laszlo die Burgherren und die Burg wurde als Castrum - Hederhuara und später als Castrum Hedrewara erwähnt. Anfang des 16. Jahrhunderts ließ Istvan Hedervary südwestlich von der mittelalterlichen Burg auf dem Platz des auch heute sichtbaren Schlosses, ein mehrstöckiges Renaisance – Schloss errichten. Der Sohn von Hedevary Ozsvat, Ferenc II., 1521 Burgherr von Nadorfehervari, vernachlässigte die Hedevary Burg, worauf die Burg Heder und dem was dazugehörte an den Laki Bakics Pal kam. Bakiscs Pal hat im Laufe seiner Kämpfe mit den Hedevarys im Dez. 1534 die mittelalterliche Burg, sowie das neue Schloss zerstört !! Als jedoch Hedervary Istvan 1541 zu Ferdinand von Österreich übertrat, bekam er seinen Besitz wieder zurück .Er beendete wahrscheinlich 1578 den Neubau und die Vergrößerung des zerstörten Schlosses. Die Tochter von Istvan Hedervary Katalin, heiratete 1685 Viczay Janos de Loos, der so in den Besitz von Burg und Land Hedervary kam. Viczay Mihaly I., und sein Sohn Mihaly II., haben beim Umbau des Schlosses, 1755, den Burggraben aufgefüllt und das Schloss Richtung Westen vergrößert. Den Hof haben sie verkleinert und anstelle des einstigen Grabens ein dreistöckiges, Gebäude mit einem Trakt errichtet. An allen 4 Ecken des Gebäudes haben sie je einen viereckigen Turm errichtet. Auf der südlichen Seite des Hofes über das Tor errichteten sie einen dreistöckigen Trakt. Sie haben die offenen Gänge des Schlosses zugemauert und haben eine Prunkstiege gebaut. Beim Umbau der Vorderfront haben sie die Renaissancefenster zugemauert und damit ein einheitliches Bild geformt. Graf Viczay Heder de Loos et Hedervary, das Enkelkind Viczay Mihaly II., starb 1873, womit auch die Familie der Viczay de Loos et Hedervary im direkten männlichem Stamm ausgestorben war. Wie es nun aussieht , war der letzte Erbe der Burg und des Besitzes der Hedervary doch der Sohn von Ferenc, dem Bruder der Karoline, der späteren von Khuen, und das Erbe der Hedervary konnte erst jetzt in die Hand Carls Graf Khuen Hedervary übergehen !! Heders Erbe, der auch in Italien Malerei studierte, trat nun Carl Graf Khuen Hedervary an, dessen Mutter Karolinde, die Schwester von Hederich gewesen war. Die Viczay de Loos et Hedervar gehörten damit offiziell der Vergangenheit an. Seit ihrem Eintreffen 114O Heder und Wolfger und der Osl- Familie 12OO waren an die 7OO Jahre vergangen. Beide Geschlechter waren also länger in Ungarn und später Österreich- Ungarn tätig, wie die Habsburger!! Die Grafen von Loos aus dem Stammbaum Karls des Großen Wenige Menschen, wie z.B. ich, werden sich mit diesem Thema so ausführlich beschäftigt haben, und so möchte ich an dieser Stelle kurz darauf eingehen. Dieser Stammbaum baut sich folgendermaßen auf: Karl der Große Ludwig der Fromme Kaiser Lothar I., Lothars I., Tochter Irmgard verheiratet mit Graf Giselbert vom Maasgau (Romeo und Julia : Graf Giselbert hatte die Kaisertochter nach Spanien entführt) Albert von Maasgau Baudry vom Maasgau & Verbindung zu den Markgrafen von Friaul: Markgraf Eberhard von Friaul heiratet die Tochter Kaiser Ludwigs des Frommen , Gisela und regiert praktisch im Wesentlichen, hinter dem Kaiserhaus stehend ,das große Reich Karls des Großen. Eberhards Bruder Balderic , Graf von Betuwe hat einen Sohn: Ricfried von Betuwe, erster Comte de Loos. Ricfried von Betuwe's Mutter, (ist wahrscheinlich die frühere Konkubine, Kaiser Lothars I., genannt Doda). Ricfried von Betuwe wird Dodo genannt !!!!! Dessen Tochter N.N. heiratet nun den oben angeführten Grafen Baudry vom Maasgau, so dass es zu einer weiteren verwandtschaftlichen Beziehung zwischen dem Karolingischen Kaiserhaus und den Friauler Markgrafen kommt!!. Dodo Ricfrieds Sohn, Nevelung von Betuwe heiratet seine Nichte und die Grafenlinie der Loos, setzt sich nun: Über Rudolf von Betuwe, Comte de Loos fort, über Graf Giselbert von Loos, geb. 1OOO, und seinen Söhnen Arnulf I., Graf von Loos und den Loos Grafen, Otto von Duras Von Arnulf I., Grafen von Loos, stammen die Rieneker Loos Grafen ab Eine Nebenlinie sind die Grafen von Hanau und Hainburg in Deutschland = wie auch die Hedervary in Ungarn. Die französische Linie der d` Oisy ( ungarisch Osl- Ostffy) stammen von Reginar, dem Langhals, dem Bruder Irmgards, deren Vater Giselbert vom Maasgau war. Von Reginar stammt die französische Linie der Loos Grafen ab, wie z.B. Philippa Loos, die englische Königin , derer aus dem Hause der Avesnes ( Anjou ) und Hainault. Dazu gehören auch, Karl I., von Anjou, der ungarische König mit seinem Sohn Ludwig I., ebenso ungarischer König. In der Stammdatenliste derer von Loos und Hedervar werden auch Nachkommen von Graf Arnulf I., angeführt, wie Graf Arnold IV., von Loos , Chiny und Agimont mit seiner Frau Margareta von Vianden und deren Kindern, wie auch die Grafen: Dietrich II., von Heinsberg und Blankenberg von Loos und Chiny Der Graf Gottfried II., von Heinsberg Loos und Chiny, sowie ein weiterer Graf Gottfried von Loos und Heinsberg. Es kann also nicht ausgeschlossen werden, dass die Viczay de Loos in Csorna, Westungarn, die dort in den Osl Geschlechterverband eingebunden waren, nicht auch ihre genetischen Wurzeln in der Geschlechtergruppe, der Loos Grafen, den Nachkommen Arnulfs I., haben können. Die Markgrafen von Friaul Die Familie Eberhards von Friaul, auch Unruochinger genannt, gehörten schon 2 Generationen vor Eberhard von Friaul, zu den engsten Vertrauten und Beratern. des Karolingischen Kaiserhauses. Eberhard von Friaul war ein Mitunterzeichner des Testamentes von Karl dem Großen und er verfasste auch den Vertrag von Verdun 843, indem das Reich Karls des Großen dreigeteilt wurde, woraus die 3 großen Nationen, Franzosen, Deutsche und Italiener hervorgegangen sind. Eberhard vermittelte zwischen den total zerstrittenen Brüdern, Lothar II, Ludwig dem Deutschen und Karl dem Kahlen von Frankreich. Doch vergeblich !! Als schließlich das Mittelreich, König Lothars II., zwischen Westfranken und Ostfranken aufgeteilt wurde, wurde Eberhards Sohn Berengar I., König von Italien. Doch im Prinzip war es Eberhards Anliegen, das Reich Karls des Großen in seiner Größe zu erhalten, als dessen „ geistiger Sohn „ er sich fühlte. Er war der Einzige seiner Zeit, der Karls des Großen Idee einer großen fränkischen Reichseinheit, nachvollziehen konnte. Die Familie der Unruochinger, später Markgrafen von Friaul, hatten nach der Kaiserfamilie die größten Besitzungen im Reich, unter anderem auch den Maasgau in ihrem Besitz, aber auch große Besitzungen in Alemanien und Italien. Sie waren also auch der Garant dafür, dass sich die ersten Loos Grafen im Maasgau und seiner Umgebung, wie Toxandrien, Ostverant, Brusthem etablieren konnten. So verdanken die Loos Grafen nicht nur Karl dem Großen ihre Existenz , sondern auch den Markgrafen von Friaul. Die Verwandtschaft der Viczay de Loos et Hedervar . Die Esterhaszys waren wohl die ältesten Bekannten und Verwandten der Viczay de Loos et Hedervar. Sie wohnten wahrscheinlich ganz in der Nähe der Viczay –Familie , wie auch derer von Hedervardefinieren ist, sondern als eine geplante temporäre Okkupation westungarischer Landesteile und waren südlich des Neusiedlersee beheimatet, wo es den Ort Esterhasz gibt. Die 1602 geb. Viczay Eva de Loos heiratete Pal, Baron Esterhaszy. 1685 heiratete Katalin Hedervary, deren Mutter aus der Familie der Esterhaszy abstammte, Visczay Janos de Loos. Schließlich heiratet die 1812 geboren Viczay Antonia de Loos et Hedervar wieder einen Grafen Pal Esterhaszy! Die Viscay de Loos leben also auch genetisch in der noch blühenden Esterhaszy Familie weiter. & Die Familie kroatische Familie Draskovich de Tragostjan, stammte aus Dalmatien und ließ sich schon frühzeitig in Ungarn nieder. In Hunyad treffen wir sowohl bereits im 19. Jahrhundert, die Loos als auch bereits die Draskovich an. Dalmatien gehörte ja jahrhunderte lang zu Ungarn. Der 1727 geborene Viczay Mihaly I., de Loos et Hedervar , heiratete schließlich die Gräfin Theresia Draskovich. Die Draskovich leben heute hauptsächlich in Güssing, bzw. Bezirk Güssing im Burgenland. & ie kroatische Familie Grassalkowitsch kam mit der großen Kroateneinwanderung im 16. Jahundert nach Sopron und dürfte dort schon bald mit der Viczay Familie in Kontakt gekommen sein. Die Grassalkovitsch waren eine sehr tüchtige, begabte Familie und brachten es bis zum kaiserlichen Kämmerer in Wien. Der 1756 geb.Viczay Mihaly II., de Loos et Hedervar heiratet Anna Grassalkovitsch ,deren Kinder Mihaly III., Ferenc Karolina, die Mutter Carl Graf Khuen – Hedervary sind. Mit dem Sohn Heder des Ferenc ( Sohn des Mihaly II., und der Anna Grassalkovich) sterben die Viczay de Loos et Hedervar aus. Die Viczay Familie hat oft auch gut geheiratet, wenn wir an Katalin Hedervary, Theresia Draskovich und Anna Grassalkovitsch denken. Aber auch ihre Töchter gut verheiratet, wie Eva und Antonia de Loos an die Familie der Esterhaszy. Für lange Zeit muss die Viczay –Familie eine sehr begüterte gewesen sein. Sie hat aber mit ihren Hedevary Museum den Ungarn wohl auch eine der wertvollsten Schätze und Sammlungen des Landes hinterlassen. Die Ungarn haben mir bis jetzt auf meine Anfragen nie geantwortet und meine Briefe und Unterlagen wohl weggeworfen !!! Johann Loos, 2513 Möllersdorf, Adlitzerstraße 25 17.Mai 2003 |
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